Versicherung gegen Krebs bei Frauen

brustkrebsgrafikNeu sind Versicherungen gegen Krebs für Frauen. Ein weiteres Spiel mit der Angst. Also Geschäftemacherei – oder sinnvoll?
Einige Versicherungen bieten mittlerweile Versicherungen für Frauen an. So zum Beispiel die Würzburger Versicherung, die diese ‚Ladylike Diagnose Krebs-Schutzbrief‘ nennt.

Versichert sind dabei lediglich diese Krebsarten:

(die auch exakt so diagnostiziert werden müssen)

Mammakarzinom (Brustkrebs – ist bei Frauen in Deutsch¬land die häufigste Krebs-erkrankung. 1 von 8 Frauen erhalten jährlich diese Diagnose).

Tubenkarzinom (Eileiterkrebs)
Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)
Vulvakarzinom (Schamlippenkrebs)
Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs)
Uteruskarzinom (Gebärmutterkrebs)
Vaginalkarzinom (Scheidenkrebs)
Plazentakarzinom

Die Versicherung ist also sinnlos, wenn Frauen bereits an diesen Krebsarten erkrankt sind.
Eine finanzielle Absicherung wäre sicher auch für andere Krank¬heits¬arten sinnvoll. Es sind jedoch lange nicht alle häufigen Krebs¬arten abge¬deckt. Es fehlen zum Beispiel Darm- und Haut¬krebs, Leukämie und Lungenkrebs. Die Versicherung leistet außerdem nur bei erst¬maliger Diagnose. Erleidet die Patientin einen Rück¬fall oder streut eine Krebs¬erkrankung in andere Körperregionen, zahlt sie nicht. Auch Krebs¬vorstufen und sogenannte halb bösartige Tumore sind ausgeschlossen.
25.000 € oder 50.000 €. Welchen Betrag will man bei der Diagnose von der Versicherung erhalten? Diese Beträge sind nicht hoch, könnten aber bei den ersten finanziellen Engpässen helfen.

Natürlich sind die Beiträge altersabhängig. Eine 45-jährige Frau zahlt zum Beispiel bei einer Versicherungs¬summe von 25 000 Euro 10,80 Euro Monats¬beitrag, mit 50 Jahren steigt der Beitrag auf 16,90 Euro im Monat. Kundinnen, die eine Versicherungs¬summe von 50 000 Euro vereinbart haben, zahlen den doppelten Beitrag – also zum Beispiel 33,80 Euro monatlich ab dem 50. Lebensjahr.

Und nicht nur das, sondern die Dauer dieser Versicherung ist auch begrenzt. Sie muss bis spätestens zum 64. Lebensjahr abgeschlossen werden und endet mit dem 69. Lebensjahr. Das bedeutet: erkrankt die Frau mit 70 Jahren an Brustkrebs, hat sie unter Umständen jahrelang umsonst eingezahlt. Denn auch eine teilweise Rückvergütung der eingezahlten Versicherungsbeiträge wird nicht angeboten.
Da es sich um eine neue Versicherungsart handelt, werden immer mehr Versicherer auf diesen Zug aufspringen. Stiftung Warentest rät: es ist sinnvoll Alternativen (zum Beispiel in Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung) und weitere Angebote zu prüfen.

 

Quelle:

WDR Servicezeit

 

 

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